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[Mike Jörg - „Wa(h)r was?“ - satirischer Jahresrückblick]

Samstag, 12. Jan. 2019

Als dieser Ankündigungs-Text ins Netz /in die Druckerei musste, waren unsere Fußball-Jungs auf dem Weg in den Urlaub, um sich von der Ent-täuschung zu erholen. Es ist immer derselbe Dreierschritt: Erst wird getäuscht, dann ist man ent-täuscht, anschließend schmiedet man einen neuen Masterplan. Das ist bei Jogi Löw so, das ist bei Horst Seehofer so, bei Angela Merkel, bei Rupert Stadler, bei Boris Becker. Das Jahr 2018 wird als das Jahr der Masterpläne in die Geschichte eingehen. Wobei eingehen ein gefährliches Wort ist. Dies wurde mir erst richtig bewusst, als während der Sommerhitze alle meine Balkonpflanzen eingegangen waren.

Beim Rückblick auf 2018 wird es um die Frage gehen: Was geht ein, was geht in die Geschichte ein?

Ist die Art, wie unsere Jungs Fußball gespielt haben, ein Seismograf für die Verfasstheit von Politik und Wirtschaft in unserem Land? Es steht die irritierende Frage im Raum: Wann kippt das Pendel? Vor vier Jahren haben unsere Kicker große Fußballnationen ent-zaubert; dieses Jahr wurden sie ent-zaubert. Ist dies der Auftakt einer anrollenden Welle der Ent-Zauberung in unterschiedlichsten Lebensbereichen?

Das Jahr 2018 ist ein 8-er Jahr. Achter-Jahre sind berühmt und berüchtigt: Denken Sie an 1618, 1648, 1848, 1918, 1968, 1998, 2008. Ein Pendelschlag lässt sich, physikalisch betrachtet, exakt berechnen. Soziologisch betrachtet gibt es beim Pendelschlag immer zwei Phasen der Unberechenbarkeit: Die Momente der Wende. Diese Phase kann sehr schnell vorbei sein, könnte sich aber auch über Jahre hinziehen.

Selten zuvor war der satirische Rückblick auf das Jahr spannender als der auf das Jahr 2018.
Diesen Rückblick sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

www.mike-joerg.de

Beginn 20 Uhr DGH 12/9 Euro